Am Samstag habe ich Lucie beim Umzug geholfen und abends sind wir mit Anais und Tobias nach Bath zum Weihnachtsmarkt gefahren.
Das ist ein schöner Weihnachtsmarkt. Die stehen hier echt alle total auf deutsche Sachen, wenn es um Weihnachten geht. Glühwein, Bratwurst, Stollen, …
Morgen habe ich frei. Es ist Tutor-Day. Elternsprechtag von 9 bis 3 und irgendwie auch Nachsitz-Tag. Also haben die Schüler eigentlich keinen Unterricht, aber einige müssen trotzdem kommen. Wenn sie zum Beispiel dem Lehrer widersprochen haben. Voll krass, oder?
Ich habe eine Theorie: Die Schüler haben nicht so wirklich Respekt vor dem Lehrer als Person, sonder vielmehr vor ihm in seiner Rolle als Lehrer in der Schule. Folglich verliert der Lehrer außerhalb der Schule jegliche Autorität. Habe das erst vor ein paar Tagen erlebt, als ein Schüler nur ca 50m vom Schulgelände entfernt war und überhaupt nicht auf das reagiert hat was der Lehrer hinter ihm her gerufen hat. Das wäre innerhalb des Schulgebäudes niemals möglich. Die sind echt extrem streng.
Ich bilde mir ein, dass es in Deutschland (oder in den Schulen, die ich bisher gesehen habe) anders ist. Die Schüler haben entweder Resekt vor dem Lehrer oder nicht, das ist aber unabhängig vom Schulgelände.
Was sagt ihr zu meiner Theorie?
Samstag ist die End-of-Term-Party der Assistenten. Das wird bestimmt schön.







Interessant! Ich beziehe meine Kenntnisse über englischen Schulalltag nur aus Filmen und Büchern
und da kam nie vor, dass die Schüler außerhalb der Schule keinen Respekt vor dem Lehrer hatten.
Wahrscheinlich bewirkt das übetrieben strenge Verhalten der Lehrer, das seit den späten 60ern nicht mehr zu der Situation in der englischen Gesellschaft passen dürfte, dass es gegen die vermittelten Werte und Einstellungen der Schüler spricht und ihnen dadurch widerstrebt. Folglich ist das Schüler-Lehrer-Verältnis schlecht. Sobald sie sich also nichts mehr sagen lassen müssen nutzen sie das aus. Ich würde das auch so machen!
Von: Mayte am 13. Januar 2010
um 11:47